Umbauten vornehmen

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Für jeden von uns kann der Moment kommen, in dem die bisher beschriebenen Maßnahmen nicht mehr ausreichen, der Alltag immer stärker zur Herausforderung und das Leben im eigenen Zuhause zur Belastung wird. Dann steht man vor der Frage, ob eine Wohnungsanpassung notwendig und ausreichend ist oder doch ein Umzug in eine Einrichtung des betreuten Wohnens oder in ein Seniorenheim ansteht.

Wohnberatung

Um sich einen Überblick über die Möglichkeiten und Formen für bautechnische Veränderungen, barrierefreie Ausstattung, den Einsatz von Hilfsmitteln etc. zu verschaffen, empfiehlt es sich, eine Wohnberatung in Anspruch zu nehmen. Sie erhalten Hilfe bei der Planung und Durchführung der erforderlichen Maßnahmen und Informationen über aktuelle Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. Die Adressen aller Wohnberatungsstellen in Deutschland finden Sie unter:

www.wohnberatungsstellen.de

Wer einen Rollator nutzt oder auf den Rollstuhl angewiesen ist, benötigt breitere Durchgänge und ausreichend Freiflächen. Meist lassen sich Zimmertüren ohne größeren Aufwand verbreitern und in ihrer Öffnungsrichtung verändern, so dass man in kleinen Räumen Platz gewinnt.

waschbecken unterfahrbarDie größte Aufmerksamkeit beansprucht sicherlich das Badezimmer. Hier finden sich üblicherweise viele Barrieren, die man in jungen Jahren spielend überwindet und die im Alter plötzlich ein Problem darstellen. Je nach Grundriss und Geldbeutel lässt sich die Badewanne beispielsweise mit einem Schwenksitz nachrüsten, gegen ein Modell mit Tür austauschen oder stattdessen eine bodengleiche Dusche einbauen. Empfehlenswert sind sichere und leicht zu bedienende Armaturen (z. B. Einhebelmischer inkl. Verbrühschutz), die im Falle einer Badewanne zudem von außen bedienbar sein sollten. Vor einem schwebend angebrachten Waschbecken können Sie bequem sitzen, während Sie sich waschen oder die Zähne putzen. Für Rollstuhlfahrer sind diese Waschbecken unterfahrbar.

Barrierefreiheit § 554a Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

(1) Der Mieter kann vom Vermieter die Zustimmung zu baulichen Veränderungen oder sonstigen Einrichtungen verlangen, die für eine behindertengerechte Nutzung der Mietsache oder den Zugang zu ihr erforderlich sind, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat. Der Vermieter kann seine Zustimmung verweigern, wenn sein Interesse an der unveränderten Erhaltung der Mietsache oder des Gebäudes das Interesse des Mieters an einer behindertengerechten Nutzung der Mietsache überwiegt. (...)

(2) Der Vermieter kann seine Zustimmung von der Leistung einer angemessenen zusätzlichen Sicherheit für die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes abhängig machen. § 551 Abs. 3 und 4 gilt entsprechend.

(3) Eine zum Nachteil des Mieters von Absatz 1 abweichende Vereinbarung ist unwirksam.

Eine Wohnungsanpassung geht häufig mit einer Modernisierung des in die Jahre gekommenen Hauses oder der Wohnung einher. Damit sorgen Sie nicht nur für mehr Wohnkomfort, sondern steigern auch den Wert der Immobilie, die Sie vielleicht einmal Ihren Kindern vermachen möchten. Und grundsätzlich gilt: Was für ältere Menschen sicher und bequem ist, ist es auch für Familien mit Kindern.

Fördermittel und Finanzierungshilfen für Wohnraumanpassung

Informationen und eine Liste mit bundes- und landesweiten Förderprogrammen bietet die Internetseite des Bundesverbands der Verbraucherzentralen unter:

www.baufoerderer.de/finanzieren-foerdermittel

Dort können Sie gezielt nach den für Sie passenden Fördermöglichkeiten suchen.

Broschüre zum Thema
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Die Wohnung im Alter sicherer machen - Beseitigung von Stolperfallen, Mobilitätshilfen und barrierefreier Umbau.

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